14. November 2018

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Wach auf!

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Zeit, aufzuwachen! Vielleicht schaust du jetzt verdutzt und fragst dich, wovon du aufwachen sollst. Hatten wir das nicht schon vor einigen Jahren, dass wir einer nach dem anderen aufgewacht sind, um uns endlich spirituell zu entwickeln und zu wachsen?

Ja, hatten wir. Und trotzdem sage ich ganz vehement: Es ist Zeit, aufzuwachen. Ganz, ganz viele haben nämlich einfach nur den „Traum“ gewechselt. Von einem Leben, das fremdbestimmt war von Arbeitgeber, Vater Statt und der Gesellschaft zu einem Leben, das fremdbestimmt wird von tausenden von Menschen, die meinen zu wissen, wie man sich spirituell aus der Menge abhebt, um erleuchtet zu werden. Ja, wir haben nur gewechselt von „Du darfst nicht bei Rot über die Straße“ und „Du musst deine Steuern pünktlich bezahlen“ zu „Du darfst keine negativen Wörter denken“ und „Du musst 2x täglich meditieren“.

Entschuldigung, wo genau ist da jetzt der Unterschied? Vorher sagte mir jemand, was ich zu tun und zu lassen habe – und jetzt sagt es mir schon wieder jemand. Und wenn ich all die Bücher, die ich gelesen habe, wie man ein besserer Mensch werde, übereinanderstaple, bin ich noch immer so weit von der Erleuchtung entfernt wie zuvor. Ich quälte mich durch geführte Meditationen, um endlich etwas zu „sehen“, was mir vorgekaut wurde. Ich sah gar nix, nicht mal schwarz.

Ich las mich durch Selbsterfahrungsbücher, die ich allesamt hervorragend fand – solange ich beim Lesen war, nur leider vergaß ich beim Zuklappen des Deckels meist sofort wieder den Inhalt. Von Umsetzung keine Spur, alles viel zu mühsam und anstrengend. Und nirgendwo der Hinweis, wie ich diese Übungen denn bitte durchführe, wenn ich nicht alleinstehend und wohlhabend bin, und Zeit habe, täglich 5-6 Stunden zu meditieren.

Ja, klar, jetzt kann man sagen: Die hat’s einfach nicht kapiert, die ist zu dumm dafür, wahrscheinlich hatte sie nur die falschen Bücher und Seminare. Zwingt sie ja niemand dazu, spirituell zu leben.

Richtig, niemand zwingt mich dazu, ich kann aber auch nicht aufhören damit. Womit ich aufhören kann, ist es, mir noch ein Seminar und noch ein Buch reinzuziehen, dass mir erklärt, wie ich richtig zu leben habe – und es einfach zu tun.

Ja, ich lache, ich lebe, ich heule, ich bin wütend, traurig, enttäuscht und fröhlich. Manchmal alles an einem Tag. Und ich finde es schön, diese Auswahl an Emotionen zu haben. Ich will die weder transformieren noch loslassen noch sonst wie aus mir entfernen. Ich bin ein Mensch und das gehört zum Menschsein dazu! Ansonsten hätt ich nämlich gleich eine Seele bleiben können, die ewig in Licht und Liebe schwebt und rundum glücklich ist.

Wozu bin ich dann hier, wenn ich nur mehr darauf bedacht bin, Licht und Liebe zu werden? Das war ich ja schon – offenbar war’s mir zu langweilig. Und das werde ich auch wieder – ohne mein Leben in ein pseudo-spirituelles Korsett zu packen. Also lebe ich hier und jetzt und mit vollem Körpereinsatz. Mit allen, was dazu gehört. Auch mit der Spiritualität, die ebenso Teil von mir ist.

Am liebsten würd ich laut rufen: Hee, Leute, aufwachen, es ist Zeit, den eigenen Weg zu gehen. So, wie er für dich stimmig ist! Und nicht, weil irgendjemand sagt, diese und jene Methode ist die einzige, die wirksam ist. Jede Methode, jedes Hilfsmittel kann sicher etwas Besonderes – aber es sind Hilfsmittel. Nicht mehr und nicht weniger. Und all die großen, einzigartigen Menschen, die mit ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit stehen und so viele Anhänger haben: Sie sind Spitze, einzigartig, wundervoll – aber trotzdem „auch nur“ Menschen. Nicht mehr und nicht weniger.

Also los, der Wecker hat geläutet, es ist Zeit, aufzustehen und zu schauen, welcher dein einzigartiger Weg ist, der nur für dich da ist. Mach aus deinem Leben, was du willst, es ist deins. Und hör nicht auf die anderen – auch nicht auf mich. Besonders nicht auf mich, denn was weiß ich schon? Nur das, was ich selbst erlebt habe. Und das reicht mir, meinen Weg zu gehen.


~ Bettina Kalandra

Bettina Kalandra
ist 43 Jahre alt, verheiratet und Mutter von 4 Mädchen. Nachdem der Kinderwunsch endlich getilgt war, wollte sie in ihren alten Beruf nicht mehr zurück und versuchte sich als Webdesignerin und Videoproduzentin. Arbeiten, die sie von zu Hause aus erledigen konnte, damit sie immer da war, wenn die Familie um Hilfe rief. Vor etwa 3 Jahren begann Bettina, sich für Spiritualität im Allgemeinen und Engel im Besonderen zu interessieren. Schnell war klar, dass sie die verschiedensten Themen sehr ansprachen und Bettina spirituell leben und tätig sein wollte. Also hat sie vor einem Jahr sämtliche „weltlichen“ Jobs gecancelt und eine energetische Ausbildung absolviert. Nebenbei erfüllt sie sich gerade ihren jahrelangen Traum zu schreiben und Autorin zu werden. Als Zweifel-LOS- und MutMach-Coach unterstützt sie andere bei ihrer Weiterentwicklung, mit ihren gechannelten Seeleenselbst-Gesprächen durfte sie schon viele „innere Feuer“ neu entfachen. 

Relight your inner fire!

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Kommentare
2 Antworten auf “Wach auf!”
  1. Sonja sagt:

    Liebe Bettina,

    klasse, Dein Text! Mit den Büchern geht es mir genauso, und der Rest des Artikels bringt einen zum Schmunzeln und ermutigt! Passt einfach. Danke.

    Alles Liebe
    Sonja

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