23. October 2017

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Reisen in eine neue Realität der Freude

lebenheute_S.Feirtag

Mein Sohn und ich wollten zusammen eine Woche in die österreichischen Berge und freuten uns auf die Bergwanderungen. Nun, wir landeten stattdessen in einem grauen Schottland. Nach ungewöhnlichen drei Wochen Sonnenschein hatte es gerade an dem Morgen angefangen zu regnen, als wir ankamen. Für die Schotten war es endlich mal wieder normales Wetter. Schon am zweiten Tag zeigten sich dann meine Wanderschuhe als nicht mehr wasserfest und unsere Regenbekleidung war, na ja, Regenbekleidung… Die vorgesehenen Teebeutel befanden sich noch warm und trocken zuhause auf dem Tresen, eine Dose mit flüssigem Inhalt leerte sich in den Rucksack und schottische Meilen bewiesen sich als wesentlich länger als kontinentale Kilometer. Aber dennoch, ich habe in vielen Jahren nicht soviel Spaß gehabt und so gelacht wie in diesen sieben Tagen!

Unsere Wirklichkeit ist etwas erstaunliches, da sie jedem Menschen anders erscheint. Oder ist es so, dass jeder von uns sie einfach anders wahrnimmt? Die gleichen Fakten interpretieren wir offensichtlich unterschiedlich, abhängig von unserm Bezugsrahmen: Wissen, Vergangenheit, Erwartungen und so weiter. Für mich und meinen Sohn war das gemeinsame Verbringen dieser einen Woche so freudvoll, dass wir uns nicht nur über ein wenig Pech hinwegsetzen konnten, sondern die unvorhergesehenen Erlebnisse meistens richtig lustig fanden. Es erschien uns alles wie ein tolles Abenteuer. Es ist also unser Bezug zu dem was wir erleben, der bestimmt, wie unsere Erfahrung ist.

Hochgebirge oder schottische Highlands, Sonne oder Regen, es war uns ziemlich egal. Wir hatten uns fast über ein Jahr ausgerichtet auf das Wandern, die Berge, den Blick in die Weite, die Gemeinsamkeit. Die unbeschreiblichen Gefühle, die dazu gehören, waren ganz groß und präsent in uns beiden, obwohl wir vorher eine ganz andere Vorstellung von dem Urlaub gehabt hatten. Berechtigte Frage oder nicht: hätte uns Österreich genauso gefallen wie Schottland? Wäre das bergaufgehen bei 29 Grad in der prallen Sonne – mit 16 Kilogramm auf dem Rücken – genau so erholsam gewesen wie bei diesem bisschen (na ja…) Nässe? Diese Reise hat uns genau die Gefühle empfinden lassen, die wir suchten – auch wenn die äußerlichen Umstände anders waren als gedacht.

Die Freude unserer Seele erweckt die Energien, damit das Potenzial sich manifestieren kann.

Auch als unser zunächst geplantes Ziel unerreichbar schien und mein Sohn und ich uns neu über unser Reiseziel entscheiden mussten, haben wir uns immer noch von unserem Gefühl führen lassen und nicht starr dem Kopf gefolgt, der in die österreichische Berge wollte. Nicht der Verstand und unsere Gedanken erzeugen die wahre kreative Kraft, sondern unsere tiefsten Gefühle. Das Sehnen und die Freude unserer Seele gehen hinaus ins Universum und erwecken die entsprechenden Energien, damit das Potenzial sich auch in unserer Wirklichkeit manifestiert. Gehen wir aber in Widerstand oder Angst und erlauben wir diesen Gefühlen groß zu werden, dann sabotieren wir uns selber. Die Energien rund um uns herum sind immer bereit uns zu dienen, sie haben keine Absicht, kein Urteil. Sie folgen nur dem nach, was wir ins Universum senden.

Eine klare Wahl, zutiefst gefühlt, und ein unerschütterliches Wissen, dass das Höchste geschehen wird, sind zwei der wichtigsten Werkzeuge, mit denen wir erfolgreich erwünschte Erfahrungen in unser Leben hineinziehen können.

Es gibt noch ein drittes Werkzeug der Schöpfung, das eine besonders kraftvolle Wirkung hat. Es ist die Freude. Erst mal die freudvolle Wahl und darauf folgend das freudvolle Erlauben und Empfangen unserer Kreation. Wenn wir den Energien erlauben zu fließen, ohne sie kontrollieren zu wollen, werden wir keinen Widerstand oder Verzögerung empfinden. Wir brauchen aber auch die Bereitschaft in Freude zu empfangen, ohne Erwartung, aber auch ohne Zurückhalten.

Hätte ich nicht den Regen der Highlands als Teil des Ganzen empfangen können, so hätte ich nicht die Freude erlebt, zahlreiche Regenbogen über den grünen Tälern zu sehen oder die Wärme eines Holzkamins genießen können. Wenn wir die Wirklichkeit, in der wir uns bewegen, ganz bewusst wahrnehmen, zeigt sich eine unglaubliche Tiefe und Vielschichtigkeit. Es gibt eine Realität laut Prägung unserer Gesellschaft und Erziehung, eine andere aufgrund unserer individuellen Erwartungen und noch wieder eine, die unsere schönsten Träume übersteigt. Je bewusster wir auf unser Leben schauen, desto vollständiger können wir die Realität mit all ihren Facetten wahrnehmen.

Dieser neue Bezug zu unserer Wirklichkeit geht Hand in Hand mit unserem sich immer weiter ausdehnenden Bewusstsein. Wir kommen näher zu unserem Erwachen, und gerade wenn es abenteuerlich wird, möchte unser Kopf sich gerne einmischen. Nun ist unser Verstand tatsächlich ein wunderbares Werkzeug, eins mag er aber nicht, und das ist Veränderung, vor allem nicht, wenn es ins Unbekannte geht. Unser Bewusstsein hilft uns hier weiter. Es lässt sich leicht erkennen: es ist der Teil von uns, der immer offen ist für neue Erfahrung, der die Sonne hinter den Wolken sieht und weiß, dass der Unterschied zwischen Hochgebirge und Highlands unwichtig ist, wenn es um Freude geht.

Also leine deinen Verstand richtig fest an, wenn Du deinen Weg ins Erwachen gehst. Gehe jeden Schritt ganz bewusst und offen – wisse, dass Du ganz sicher dahin kommst – freue Dich und erlaube Dir Dein bewusstes Leben zu erfahren, so wie es kommt. Ich bin ganz sicher, Deine Realität wird bald total anders sein. — Und, oh ja: sie wird nicht so aussehen wie dein Kopf dir gerade erzählen wollte!

~Denis Rosendahl Huber

Denis Rosendahl Huber
Denis Rosendahl Huber inspiriert seit vielen Jahren Menschen, ihr Leben bewusster und dadurch erfolgreicher und freudvoller zu gestalten, sei es im privaten oder beruflichen Bereich. 2004 schloss er sich dem von Neale Donald Walsch gegründeten Humanity’s Team an und war lange Jahre als internationaler Teamkoordinator für die Niederlande tätig. 2010 entstand Yessense Coaching als Ausdruck seiner erweiterten Ausrichtung auf die Unterstützung derjenigen,  die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen wollen. In Zusammenarbeit mit seiner heutigen Partnerin Claudia Christine Pieper gestaltet er seit 2006 auch regelmäßig Workshops und Seminare.
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