14. December 2017

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Lieber Gott, ich hätte da so nen Deal…

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Als ich zum ersten Mal davon erzählte, was ich manchmal tue, löste es bei den anderen unterschiedlichste Reaktionen aus: Staunen, Verblüffung, Schock, Fassungslosigkeit, Kopfschütteln. Letztlich aber, als ich fertig war mit meinen Erklärungen, waren die meisten der Anwesenden zumindest dazu inspiriert, es auch einmal zu versuchen.

Die Rede ist davon, mit Gott einen Vertrag zu schließen.

Nein, jetzt nicht der Bund Abrahams oder so. Ich meine damit, einen Zettel Papier zu nehmen und darauf festzuhalten, was beide Parteien leisten sollen, damit der Deal zustande kommt und das gewünschte Ergebnis.

Als ich so meine ersten Erweckungsrüttler hatte und mir langsam klar wurde, dass ich mit meinen Händen noch mehr tun könnte als Kreide halten und mein Gesicht waschen, ging mir (Sie erlauben hier die saloppe Ausdrucksweise) gehörig die Düse. Mir schwante, dass das ziemliche Veränderungen nach sich ziehen würde in meinem Leben, wenn ich nun tun würde, wozu es mich gelüstete, nämlich anderen Menschen zu helfen. Da wollte ich nun schon ein wenig mehr Gewissheit und Sicherheit, dass ich das Richtige tun würde. Also setzte ich mich hin und schrieb in mein wichtiges Büchlein, wie ich mir den Deal so vorstellen würde. Damals benutzte ich die Anrede „Liebes Universum“, mit dem Wort Gott hatte ich da noch so meine Probleme. Heute benutze ich mal diesen Begriff, mal jenen, es spielt keine Rolle mehr. Wichtig ist, was ich damit verbinde und was ich dabei fühle. Und für mich im Stillen habe ich ohnehin mein eigenes, freundschaftliches Wort für diese Kraft, die alles ist, die ich bin, die alle anderen ist, alles in mir und außerhalb mir. Falls mir jetzt jemand gern wieder mitteilen möchte, dass es keinen Gott außerhalb von mir gibt, ist das auch ok. Dann eben nicht. Dann adressiere ich eben das Göttliche, das ich bin. Warum auch nicht?

Bevor ich aber hier in einen Gottesdiskurs abschweife, zurück zum Vertragsgeschäft. Jedenfalls schrieb ich dem lieben Universum, dass ich da so einen Verdacht hätte, meine innere Stimme hätte mir das eine Info zugesteckt, nämlich dass ich als Heilerin arbeiten sollte (in welcher Form auch immer). „Wenn dem so ist“, schrieb ich, „dann möchte ich, dass folgende Bedingungen erfüllt werden“. Danach folge eine Liste mit fünf recht konkreten Punkten, die ich realisiert haben wollte. Andernfalls sähe ich auch keine Notwendigkeit, meinen Teil der Vereinbarung, nämlich als Heilerin zu arbeiten, nachzukommen.

Diesen klaren Ansprüchen meinerseits lag ein einfaches Gedankenprinzip zugrunde: Was sein soll, geschieht. Wenn es mir vorherbestimmt wäre, das zu tun, Dinge zu ändern und auf neuen Pfaden zu wandeln, dann würden alle Hebel in Bewegung kommen, damit ich das auch täte. Ich war gleichzeitig auch bereit dazu, meine vermeintliche Berufung ad acta zu legen und anzuerkennen, dass ich doch auf dem Holzpfad wäre oder zumindest die Zeit dafür nicht nicht reif wäre. Denn ich glaube, das Universum ist schon ein recht fairer Vertragspartner.

Was aber wäre ein Vertrag, wenn er einseitig wäre? Ich meinerseits verpflichtete mich unterhalb meiner Forderungen nun dazu, welche Schritte ich tun würde, käme diese Große Kraft meinen Wünschen nach. Quit pro quo eben, ein Vertrag, von dem alle Beteiligten profitieren sollten.

Tja, was soll ich sagen? Alle fünf Punkte wurden so erfüllt, teilweise sogar noch besser, als ich es „verlangt“ hatte. Nun aber war es an mir, meinen Teil der Vereinbarung einzulösen. So wie die sprichwörtlichen Spielschulden nun mal Ehrenschulden sind, war ich dazu bereit, mein Spiel hier fair zu spielen und nun über meinen Schatten zu springen und dem Leben zu vertrauen. Und was ist das Leben schon anderes als ein Spiel?

Für mich haben sich diese kleinen und großen Verträge mit dem Göttlichen sehr bewährt. Ich nehme sie immer als Gratmesser dafür, ob ich mit meinem Instinkt richtig liege, ob der Zeitpunkt stimmt. Ich bin gleichzeitig auch wirklich dazu bereit, Geduld walten zu lassen, wenn mein Vertragspartner nichts unternimmt, wenn ich scheinbar nicht gehört werde. Denn ich werde gehört. Nur nicht immer gleich erhört, das ist etwas anderes. Diese vermeintlichen tauben Ohren sind jedoch stets, und daran glaube ich felsenfest, zu meinem Besten. Als Kind habe ich bei der Königinnenzucht meines Vaters, eines passionierten Imkers, gelernt, dass man großen Schaden anrichten kann, wenn man vor lauter Neugier und Ungeduld die Verpuppung der Königin vorzeitig aufmacht. Alles braucht eben seine Zeit. Erst, wenn ich das leise Knabbern aus dem Inneren hören konnte und ich so wusste, dass die Königin bereit ist zu schlüpfen, dass sie reif, fertig entwickelt ist, war es angemessen, ihr vielleicht eine klitzekleine Erleichterung zu verschaffen, indem ich die Verpuppung ein wenig oben öffnete.

Probieren Sie es doch einmal aus, wenn Sie einen Herzenswunsch haben, einen Ruf zu vernehmen meinen! Setzen Sie feierlich ein Schriftstück auf, auf besonderem Papier, mit schöner Tinte. Legen Sie fest, was Sie als Zeichen sehen und anerkennen würden (und wenn es eintritt, behaupten Sie um Himmels Wille nicht, es sei Zufall!). Schreiben Sie nieder, welche Verpflichtung Sie dafür einzugehen bereit sind. Und dann legen Sie es beiseite und warten. Legen Sie auch ruhig einen Termin fest, bis wann Sie das alles gern hätten. Machen Sie sich aber klar: Passiert nichts bis dahin, dann hat man Sie nicht vergessen, im Gegenteil. Auch ein Zeichen, das nicht erscheint, ist ein Zeichen. Akzeptieren Sie, dass der Zeitpunkt falsch gewählt war oder Ihre Idee noch nicht die beste, die Sie haben könnten für sich. Auch das ist eine Form von Klarheit.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Abschließen Ihrer Deals mit dem Großen Ganzen oder auch mit sich selbst, wie Sie wollen. Vor allem aber wünsche ich Ihnen die Freude und die Gelassenheit, die sich Ihnen dann präsentieren, wenn Sie bereit sind, sie in Ihr Leben zu lassen.

HERZlich

~ Silvia Maria Engl

Silvia Maria Engl

Silvia Maria Engl

Intuitions- & Life Coach / Autorin / Seelentexte at Silvia Maria Engl
Einfach Lebensfreude!

Das ist das Motto, nach dem ich mein eigenes Leben gestalte. Und ich liebe es, andere Menschen dabei zu unterstützen, genau das zu erfahren - einfach (!) Lebensfreude zu spüren und zu erLEBEN. Mein Weg hat mir dabei sehr geholfen. Nicht, weil immer alles einfach gewesen wäre. Sondern gerade weil die Herausforderungen und Hürden mir gezeigt haben, wie man von "schwierig" zu "einfach" kommen kann. Das gebe ich nun mit Begeisterung weiter.
Viel (Lebens)Freude mit meinen Texten!  :-)

Gerne schreibe ich auch für Sie oder einen lieben Menschen einen ganz persönlichen Seelentext. Einmalig, individuell, von Herzen! Mehr dazu auf meiner Webseite.

Wenn Sie gerne mehr Lebensfreude und Herzensbildung in die Schulen oder Ihr Unternehmen bringen möchten, fragen Sie bei mir doch mal an bzgl. Workshops, Vorträgen u.m.

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Silvia Maria Engl
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Kommentare
2 Antworten auf “Lieber Gott, ich hätte da so nen Deal…”
  1. Ines Nandi sagt:

    Liebe Silvia, diesen Artikel kenne ich ja schon von anderer Stelle – er ist einfach super gut!

    Alles Liebe, Ines

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