23. October 2017

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Kalte Depression – Burnout

JTK-SCOPAR-Balance

Vorsicht:

Kalte Depression – Burnout ist in aller Munde, doch die Vorstufe kennt kaum einer ..

Wenn sich die bekannten Symptome des Burnouts, wie Erschöpfung, Ängste, Schlafstörungen, Freudlosigkeit, Herz-/ Kreislaufprobleme, Gereiztheit usw. einstellen, werden diese meist ignoriert oder es ist schon zu spät. Daher ist es wichtig, es gar nicht soweit kommen zu lassen! Wie? Indem man die Signale erkennt und im täglichen Leben pragmatische Maßnahmen ergreift, um dem drohenden Burnout entgegenzusteuern.

Kalt ist die Depression in diesem Vorstadium, weil man selbst kalt ist, nicht mehr fühlt, was man tut, was man will und was einem gut tut. Man funktioniert im Hamsterrad der Gesellschaft und verliert sich im beruflichen und privaten Aktionismus, verliert den Kontakt zu seinem Körper und zu seinen Gefühlen – Gefühlen zu sich, zu den Mitmenschen, zu dem was man macht und seinen ureigensten Bedürfnissen und Wünschen.

Fünf Schritte, dem Burn­out proaktiv zu begegnen

1. Bewusstsein – zur Steigerung der Achtsamkeit

Achten Sie auf Ihre Gedanken. Wo sind Sie mit Ihren Gedanken nicht bei der Sache? Wo tun Sie etwas im Modus Autopilot? Schauen Sie Menschen, Tiere, die Natur und Gegenstände „tief“ an, nehmen Sie bewusst Kontakt auf. Nehmen Sie jetzt mal einen beliebigen Gegenstand in die Hand, schauen sie ihn tief an, fühlen sie ihn, seine Temperatur, sein Gewicht, seine Oberfläche – spüren Sie den Unterschied? Wenn Sie alles so bewusst wahrnehmen, wie Sie eben diesen Gegenstand erlebt haben, dann leben Sie – das ist wahres Leben. Stellen Sie sich immer wieder folgende Fragen: Wo bin ich, wie spät ist es, was tue ich gerade, was empfinde ich, was mag ich und was mag ich nicht?

2. Priorisierung – um die richtigen Dinge zu tun und zu lassen

Schreiben Sie Ihre max. fünf wichtigsten Werte auf und priorisieren Sie diese. Schreiben Sie weiterhin auf, womit Sie die meiste Zeit Ihres Lebens verbringen und überprüfen Sie, wie dies zu Ihren Werten passt. Ändern Sie, wo die Diskrepanz zu groß ist, verabschieden Sie sich von Aktivitäten und vermeintlichen Freunden, die nur Energie rauben. Verabschieden Sie sich, falls nötig von Ihrem Job, Ihrer Wohnung oder auch Ihrem Partner. Fragen Sie sich bei allem, was Sie tun, ob es Ihnen Freude bereitet und achten Sie auf Ihre jeweiligen Gefühle. Konzentrieren Sie sich auf die Dinge, gemäß dem Motto: Love it, change it or leave it!

3. Leben – um wieder zu fühlen und dem Hamsterrad zu entkommen

Nutzen Sie Ihren Atem als Achtsamkeitsinstrument, versuchen Sie mal 24 Atemzüge – einen für jede Stunde des Tages bewusst zu atmen – schaffen Sie dies, ohne mit den Gedanken abzuschweifen? Gönnen Sie sich täglich eine Medienauszeit – Zeit ohne Musik, ohne Handy, ohne Fernsehen, ohne Computer. Schreiben Sie sich fünf Dinge auf, die Sie gerne machen, bei denen Ihr Herz aufgeht und tun Sie diese regelmäßig. Gönnen Sie sich kleine Pausen – und seien es nur 5 Minuten, nur 5 Minuten – alle zwei Stunden, im Sitzen oder im Stehen, die Augen schließen lässt Sie tief entspannen. Gönnen Sie sich regelmäßig kleine Auszeiten in der Natur. Tun Sie die Dinge, die Sie gerne tun mit Menschen die Sie mögen und verbringen Sie auch Zeit alleine – passiv.

4. Intuition – um die innere Stimme wieder zu hören und ihr zu folgen

Lassen Sie sich zunächst bei den kleinen Entscheidungen vom Bauch, von Ihrer Intuition leiten. Nehmen Sie mal einen anderen Weg nach Hause, wenn es Sie in eine andere Richtung „zieht“. Ein kleiner Umweg schadet kaum und birgt oft neue Entdeckungen und Freuden. Folgen Sie Ihrem ersten Impuls, wenn Sie aus der Speisekarte wählen, was Sie bestellen. Steigern Sie Ihre Bauch-Entscheidungen bei wichtigeren Themen – beruflich wie privat. Beispielsweise bei Fragen hinsichtlich mit was und wem Sie den Abend oder das Wochenende verbringen wollen, mit wem Sie ein Projekt initiieren oder wo Sie Ihren nächsten Urlaub verbringen – an einem einsamen Strand, in einer Berghütte, in New York oder auf einem Segelboot. Sie werden sehen, der Bauch hat mindestens genauso oft Recht wie der Verstand, aber ein Leben mit Intuition ist einfacher und entspannter.

5. Reflektion – um die Signale des Lebens wahrzunehmen und lernen „umzuhandeln“

Wenn Sie sich die Frage stellen, warum Sie wieder in dieser oder jener Situation sind oder warum Sie dieses oder jenes Problem haben, befassen Sie sich nicht zu lange mit der Ursache und der Schuldfrage. Fragen Sie sich lieber, warum ich? Ihr Bauch liefert Ihnen die Antwort. Reflektieren Sie das, was geschieht kritisch und fragen Sie sich, was will es mir sagen, was soll ich ändern? Achten Sie auf Situationen und Informationen in unterschiedlichster Form und fragen Sie sich, warum diese Ihnen begegnen. Wenn Sie wieder mal im Stau stehen, der Letzte in der Schlange an der Kasse sind oder Ihr PC genau dann langsam ist, wenn Sie es eilig haben, könnte das Leben Ihnen vielleicht sagen „Mach langsamer!“. Nutzen Sie die Auszeiten, atmen Sie bewusst und machen Sie langsamer. Achten Sie stets auf die Schubser des Lebens und nehmen Sie sie dankbar als Wegweiser an.

Umhandeln! Jetzt!

Ein massiver Schubser des Lebens ist der Burnout. Wenn „der Stecker gezogen“ wird, fängt man an, gezwungenermaßen zu reflektieren und stellt fest – ich wusste ja, dass es zuviel ist, dass etwas aus dem Ruder läuft, dass es so nicht weitergehen kann. Aber muss es denn immer gleich Krachen? Ich denke nein und ich hoffe, obige Anregungen haben Sie inspiriert und ermutigt, neue Wege zu gehen. Wenn nicht jetzt, wann dann? Wenn nicht Sie, wer dann?

~ Jürgen T. Knauf


Jürgen T. Knauf

Jürgen T. Knauf

Geschäftsführer at SCOPAR GmbH

Jürgen T. Knauf (*1965) studierte Elektrotechnik mit Schwerpunkt Informationstechnik und war als Entwicklungsingenieur für die Porsche AG tätig, bevor er Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau studierte. Er arbeitet seit Beginn der 90er Jahre als Unternehmensberater für das Top-Management in namhaften Unternehmen und stets eng mit der Wissenschaft zusammen.

Für Herrn Knauf sind Nachhaltigkeit, Menschlichkeit, Ganzheitlichkeit, Wahrheit und Klarheit, Nutzen und Wertbeitrag essentielle Bestandteile eines langfristigen Wertesystems und die kritischen Erfolgsfaktoren für Menschen, Unternehmen und Gesellschaft.

Herr Knauf ist geschäftsführender Gesellschafter der SCOPAR GmbH und Autor zahlreicher Artikel, Co-Autor mehrerer Bücher, Visionär,Personal Coach und Key-Note-Speaker (u.a. für das Manager Magazin, die Messe Stuttgart, den Yoga-Business-Kongress u.v.m) .

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