20. October 2018

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Gelebte Spiritualität

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Oft wird eine spirituelle Erfahrung sehr mystisch dargestellt und oft denken Menschen, dass es komplizierte Techniken und jahrelanges Üben erfordert – und selbst dann sei es nur wenigen vorbehalten spirituelle Erfahrungen zu machen.

Ich erzähle euch jetzt über eine meiner spirituellen Erfahrungen, sie ist so alltäglich und unspektakulär dass vielleicht der Eine oder die Andere Zweifel haben mag ob dies wirklich als spirituelle Erfahrung gelten kann, doch für mich ist diese Erfahrung hoch spirituell und sehr real und ich kann sagen, dass sie anderen Erfahrungen, die ich auch hatte im Laufe meines Lebens, zum Beispiel in Meditation, in nichts nachstehen. Im Gegenteil diese Erfahrung ist ganzheitlicher als manch andere.

In meiner Kindheit, die ich in einem kleinen Bauerndorf verbrachte, habe ich immer gerne den Nachbarbauern bei der Arbeit geholfen. Ich fühlte mich wohl in der Scheune mit diesen ganz speziellen Gerüchen und den malmenden Geräuschen des wiederkäuenden Viehs. Auch bei der Apfelernte war ich immer gerne dabei. Aber am allerliebsten mochte ich das Heuen.

Das Heuen war damals noch eine körperlich anstrengende Arbeit und sie wurde bei grösster Hitze getan, denn das Heu musste eingebracht werden, wenn es ganz trocken war. Ich erinnere mich wie ich mit dem grossen Rechen hinter dem Ladewagen herlief, meine Haut schweissnass und juckend von dem Heustaub der sich auf mir festsetzte. Ich roch den unverwechselbaren Duft des Heu`s der mir in die Nase stieg und der durch die Mischung aus getrocknetem Gras und den Wiesenkräutern ein Bouquet entwickelte das Duftete wie in einer riesigen Teestube. Ich spürte wie sich meine Lungen vor Anstrengung weiteten und wie ich sie begierig mit diesem magischen Duft füllte.

Ich fühlte wie das Leben durch meinen Körper pulsierte und wie ich im gleichen Rhythmus schwang wie die Mücken und die Vögle über mir. Eine Symphonie des wahrhaftigen Lebens. Im Einklang mit der Natur. Mein Herz schlug im gleichen Takt wie der Herzschlag von Mutter Erde so fühlte ich es auf jeden Fall. Meine Fusssohlen wurden von den stehen gebliebenen Grasstoppeln massiert und ich sah vor mir wie sich die nächste Fuhre auf dem Ladewagen aufplusterte. Bald würde der Wagen wieder zur Ablade fahren können. Ich freute mich auf die paar Minuten Pause.

Nach dem die Fuhre abgeladen war entdeckten wir die ersten grauen Wolken. Ich weiss nicht ob du dir vorstellen kannst zu welchen Anstrengungen der Körper es bringen kann, wenn es darum geht schneller zu sei als das herannahende Sommergewitter. Diese bedrohliche graue Wand näherte sich schnell und wir hatten noch nicht alles Heu unter Dach und Fach.

Der ganze Körper und alle Energien verbünden sich, man arbeitet in tiefster Konzentration und man befindet sich in einer stummen Kommunikation mit dem Unsichtbaren. Man fühlt sich irgendwie abgehoben und doch ganz da. Wie in einer Zwischenwelt. Man spürt förmlich wie sich das Gewitter nähert man hört wie sich die Geräusche der Maschinen mit dem dröhnen des näher rückenden Donners und dem keuchen des eigenen Atems vermischen. Man spürt wie die Stoppeln der zurückgebliebenen Grashalme sich aufrichten und dem zu erwartenden Regen entgegenstrecken. Man riecht wie sich der Duft verändert und wie der Regengott seine Hand immer weiter ausstreckt, wie sich der Himmel immer mehr verdunkelt und man ist bereit die letzten Reserven zu mobilisieren um das letzte Heu vor dem Regen zu retten und trocken einführen zu können.

Vielleicht kennst du auch, diese erlösende Freude und diesen inneren Jubel wenn man Gemeinsam die letzte Fuhre Heu Heim gebracht hat, und dann die ersten schweren Regentropfen auf den ausgetrockneten Asphalt fallen und darauf zu explodieren scheinen. Wenn sich der Regen mit dem Geruch der Hitze und des frische Heues vermischt – wenn man sich gegenseitig lachend und erleichtert in die strahlenden Augen schaut – wenn sich die Anspannung löst und sich in diese nicht beschreibbare Leichtigkeit des SEINS verwandelt – wenn das Heugebläse die letzte Gabel Heu hinauf befördert und man so ganz tief in sich drinnen spürt – ich bin ein wichtiger Teil von etwas ganz Grossem – und ich bin eins mit Allem. Mit den Menschen die hier sind – und auch jenen die nicht hier sind. Ich bin eins mit der Erde,- mit dem Heu – mit dem Regen – mit den Wolken – mit dem Duft – eins mit dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren – eins mit der Schöpfung und ICH BIN EIN TEIL DAVON ebenso wie die Schöpfung auch ein Teil von mir ist. Wir sind EINS.

~Yvonne Marin 

 

Yvonne Marin
ist eine Mystikerin der neuen Zeit. Als geborene Philantropin nahm sie schon früh Dinge wahr die anderen verborgen blieben. Jahre des Fragens und des Suchens führten sie zu den unterschiedlichsten Ausbildungen, Lehrern und Weltansichten. Ihr kritischer und neugieriger Geist und ihr inneres Wissen prallten dabei immer wieder, auf für sie offensichtliche, Widersprüche und Irrtümer. Doch die Welt der Geisteswissenschaften war alles andere als bereit für kritisches hinterfragen oder kreativ spielerisches experimentieren. Im Vertrauen auf eine höhere Weisheit begann sie fern von Dogmen und starren Strukturen selber zu forschen, um mit neuen Ansätzen Erfahrungen zu sammeln. Jetzt wo die weibliche Energie ihren Platz wieder einnimmt ist auch für Yvonne die Zeit reif an die Öffentlichkeit zu treten. Sie ist eine Komponistin die Altes mit Neuem verweben kann. So können Symbiosen entstehen und es öffnen sich Wege und Kanäle für veränderte Bedürfnisse. Dies tut sie nicht aus einem Gefühl der Besserwisserei heraus, sondern aus einer tiefen Wertschätzung für die Virtuosität der Schöpfung und mit Respekt für das gelebte Leben. Ihre Aufgabe ist es das Licht in den Herzen der Menschen wieder leuchten zu lassen. Ihre Hilfsmittel dabei sind Licht-Liebe-Lachen-Experimentieren und der Mut zum Neuen.

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