24. August 2017

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Lebe und liebe Dich

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Tja, was ist wirklich wichtig im Leben? Eine Frage, die sich inzwischen hoffentlich viele Menschen auf diesem, unserem wunderschönen Planeten stellen. Die Antwort? Sehr individuell, da sehr subjektiv. Was für den einen der schnöde Mammon mit Geld, Haus, Auto und Urlaub, ist für den anderen die Gefühlsebene, gekoppelt an Liebe, Freundschaft und Zufriedenheit. Was richtig ist? Es gibt weder falsch noch richtig, jeder Mensch ist ein Individuum mit freiem Willen und eigenständigen Bedürfnissen. Was heute noch von großer Bedeutung ist und absolut wichtig erscheint, kann morgen überholt und unwichtig sein. Wer mag sich ein Urteil erlauben? Wer darf sich ein Urteil erlauben? Doch nur die Person selbst, die den Grad der Wichtigkeit in Ihrem Leben festlegt. Und wie gesagt, diese Wichtigkeit kann sich im Laufe eines Erdenlebens stark verändern.

Lebe und liebe Dich!!!

Auch ich kann auf ein Leben unterschiedlicher Wertigkeiten zurückblicken. War ich noch in jungen Jahren voller Euphorie und Pläne für ein perfektes Leben, hat mich das Leben selbst immer wieder mit einem Schlag ins Gesicht belehrt, mir tief in die Augen geblickt und mich gefragt „ist das, was du da lebst und das was du willst wirklich wichtig“? Oft hab‘ ich mich mit eingezogenem Kopf von dannen geschlichen, tief erschüttert durch die Erkenntnis der Unsinnigkeit meiner Wünsche. Und doch hat sich der ein oder andere Traum wie von Geisterhand für mich erfüllt. So wurde ich durch die Heirat mit einem ehrgeizigen Workaholic innerhalb weniger Jahre recht wohlhabend. Ich bekam zwei wundervolle Kinder und erlebte mein Leben als Statistin hinter den Kulissen, die Frau, die sich liebevoll um Kinder, Mann, Haus, Garten und die Wäsche kümmert und sich dabei immer dezent im Hintergrund hält. Nur nicht auffallen. Es war ok, dass gerade in der Zeit, als die Kinder klein waren, mein Focus vor allem auf der Rundumbetreuung meiner Familie lag. Damals war nur sie wichtig. Aber ich blieb dabei auf der Strecke. Mehrere Jahre später, nachdem ich mein Dasein als Putz-, Wasch-, und Kochfee vollends ausgelebt hatte, wurde mir auf einmal klar, dass ich etwas ganz schrecklich Wichtiges vergessen hatte: MICH!!! Und plötzlich wurde diese Stimme in mir immer lauter, die mich förmlich anschrie: „los, schau hin, willst du noch die nächsten 30 Jahre so weitermachen?“ Und auch wenn ich mich gegen die Antwort mit aller Gewalt gesträubte, so hieß sie doch stets laut und aufdringlich „NEIN“. Meine Ehe hatte sich schon lange totgelaufen und meine wichtige Rolle als Hausfrau verlor tagtäglich immer mehr an Bedeutung. Was folgte, war die Trennung, die kurz darauf durch die Scheidung besiegelt wurde. So dramatisch diese Zeit des Umbruchs auch für mich war, zum ersten Mal seit 18 Jahren veränderte sich mein Fokus und die Frage „was ist wichtig?“ bekam einen völlig neue Bedeutung. ICH bin wichtig und wenn ICH mich wichtig fühle und mich wichtig behandle, dann geht’s MIR gut. Und wenn es mir gut geht, ruhe ich in meiner Mitte, bin ausgeglichen und alles um mich herum ist gut. Was heute für mich wichtig ist? Die Liebe zu meinen Kindern, meinen Freunden, den Menschen überhaupt, meinen Tieren, allen Tieren, den Pflanzen, jedem kleinen Wunder auf Mutter Erde – und davon gibt’s ganz schön viele, wenn man mit offenen Augen durch das Leben geht.

Liebe, was dich umgibt und du wirst von Liebe umgeben sein.

Besser und einfacher kann man es nicht auf den Punkt bringen. Wenn das funktioniert, dann ist alles was einstmals unendlich wichtig erschien ein wundervolles Geschenk, das das Leben unendlich bereichert. Sei es der Traumpartner, die erfüllte Beziehung oder das Geld, das auf einmal ins Haus flattert, jetzt aber in vollen Zügen und ganz bewusst genossen werden kann. Sei es der Urlaub, indem man zum ersten Mal bewusst und im Hier und Jetzt die Fremd- und Andersartigkeit von Land und Menschen wahrnimmt oder der Erfolg im Beruf, der sich einstellt, weil man das, was man tut, plötzlich mit Liebe tut.

Natürlich gibt es immer noch Menschen, für die alles Materielle der Inbegriff von Glück ist und für die auch in erster Linie das Erreichen von Wohlstand wichtig ist. Aber wie viele sind das noch? Stellen wir nicht fest, dass sich alles gerade in einem absoluten Umbruch befindet? Dass sich Werte verschieben und dass die Bewusstheit immer mehr an Bedeutung gewinnt? Erleben wir nicht tagtäglich auf der Straße, dass die Menschen sich immer mehr füreinander öffnen, dass ein Lächeln inzwischen nichts mehr Bedrohliches ist, sondern eine Geste, die zum Nachahmen anregt? Erkennt unsere Spezies, und dabei meine ich vor allem den Teil davon, der hier bei uns in der wohlhabenden Welt lebt, nicht immer mehr, dass Veränderungen im Bezug auf Menschlichkeit und Mitgefühl zwingend notwendig sind, wenn sich etwas „Großes“ ereignen soll und kann? Ich für meinen Teil bin inzwischen wirklich stolz auf viele meiner Mitmenschen. War es noch vor ein paar Jahren (zumindest in der bayerischen Oberpfalz) ein gesellschaftliches No-Go einem Fremden einfach in die Augen zu blicken, ihn anzulächeln oder gar mit ein paar freundlichen Worten zu begrüßen, so wird genau dies immer mehr zum Alltag. Und ich liebe es! Menschen mit offenem, interessiertem Blick zu begegnen, die mir das Geschenk eines Lächelns machen – wundervoll. Und wie sagte schon Mutter Theresa wissend: „Ein Lächeln geht um die Welt“ – wenn sie wüsste, wie Recht sie hatte!!!

Nehmt Euch wichtig und die Welt wird sich verändern!!!

~ Esther Biel

 

Esther Biel

Esther Biel

ist eine waschechte Saarländerin, fast 43 Jahre alt, alleinerziehende Mutter zweier wundervoller Kinder und eine stetig Suchende. Als gelernte Einzelhandelskauffrau, Dipl. Betriebswirtin und Kosmetikerin kennt sie bereits viele unterschiedliche Facetten des Lebens. Mit Kreativität und Fantasie gesegnet, war Schreiben schon in der Kindheit eine große Leidenschaft, die sie auf dem Weg zu sich selbst wiederentdeckt hat

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