22. August 2017

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Altersvorsorge mal anders

Wesen des Lichts

Und? Wie tun Sie es? Tun Sie es, als gäbe es kein Morgen oder tun Sie es, gerade weil Sie an Morgen glauben? Tun Sie es zögerlich oder mit vollem Einsatz? Tun Sie es, weil Sie selber es wollen oder weil jemand anders es von Ihnen erwartet? Und: Glauben Sie eigentlich an das, was Sie da tun?

Deutschland, Land der Altersvorsorge. Hier glaubt man wirklich, es sei normal, ja, sogar gute Bürgerpflicht, sich im Heute einzuschränken, um morgen ja nicht mit leeren Händen dazustehen. Die Versicherungen leisten dazu ihre Beiträge, damit sie unsere stetig erhöhen können, während ihre Freunde von der Presse fleißig über Altersarmut, geschildert in den florierendsten Farben, berichten. „Wir werden alle sterben!“, so könnte man glauben, würde man das alles für Ernst nehmen. Und für Ernst nehmen es offenkundig sehr viele bei uns. Es ist sogar solch ein grabernstes Thema, dass hierzulande jeder über 40 wohl den Satz „Die Rente ist sicher!“ mit Ursprungsangabe zitieren kann, nicht, ohne ein zynisches Lächeln auf den Lippen zu tragen.

„Das IST so!“, wird dann gerne betont, wenn man die Richtigkeit unseres diesländigen Glaubenssystems in Frage stellt. Natürlich spricht nichts dagegen, etwas zu sparen. Kann jeder halten, wie er will. Fraglich ist doch nur der Sinn, wenn das bedeutet, auf etwas zu verzichten, was einem jetzt am Herzen liegen würde. Wenn jemand dann jung stirbt, dann wird nur allzu häufig gejammert, weil er sich dies nicht gegönnt hat oder jenes. „Er hatte doch noch so viel vor!“, weinen die Hinterbliebenen. Genau die Menschen, die ihn dazu erzogen haben, ja für das Ater vorzusorgen und nicht alles immer gleich zu verprassen.

Bewegt man sich jedoch mal ein paar Meter nach links oder nach rechts, wird man schnell feststellen, dass es sich hierbei nicht um ein allgemein gültiges Glaubensmanifest handelt, sondern vielmehr um eine regionale Spezialität. Meinem basilianischen Freund Bruno etwa musste ich erklären, was eine Lebensversicherung ist und warum so viele Deutsche das tun, als gäbe es kein Morgen. Hm, ok, der Vergleich hinkt nun etwas. Meinen indischen Bekannten wollte ich diese Erklärungen erst gar nicht antun. Die waren damit beschäftigt, das, was sie erwirtschaften, gleich in Projekte zu stecken, die die Armen unterstützen. Für sich selber was aufheben? „Gott wird für uns sorgen“, das war alles, was ich stets zur Antwort bekam, auch in Momenten, in denen es wahrlich aussah, als hätte dieser Gott sie vergessen.

Heute Morgen beim Zähneputzen musste ich mit einem Mal grinsen. Sieht mit der Bürste im Mund etwas komisch aus, war aber so. Denn mir ging meine Altersvorsorge durch den Kopf. Für mich habe ich nämlich die schönste Vorsorge auf der Welt. Und die sieht so aus. Ich lebe mein Leben, genieße den Augenblick, tue, was mir Freude macht, reise, lerne wunderbare Menschen kennen, erfahre und erlebe mich selbst immer wieder neu. Dabei sammle ich auf meinem Lebenskonto unzählig schöne Momente, die für immer Gültigkeit haben und gegen jede Rezession Bestand haben (kommen Sie mir jetzt nicht mit Demenz, denn wenn ich die bekäme, wäre auf den Bausparer auch gepfiffen). Mein Guthaben wächst und ich weiß bereits heute mit Mitte 30, dass ich auf eine stattliche Summe erinnernswerter Lebensmomente zurückgreifen kann, um mir jederzeit in Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Und ich habe vor, noch jede Menge mehr anzuhäufen. Vielmehr begreife ich erst jetzt, wie viele Jahre ich meines Lebens damit verbracht habe, das Leben anderer zu leben statt meines. Aus diesen Jahren habe ich nicht ganz so viele Momente wie aus denen, als ich bei Bewusstsein war.

Mit diesem Konto bin ich unabhängig. Denn es steht mir jederzeit zur Verfügung, ich kann es nie aufbrauchen, die Erinnerungen sind beliebig oft aufrufbar, ohne an Quantität zu verlieren, und ich kann es sogar teilen und damit noch mehr wachsen lassen! Ist das nicht einfach wundervoll? Und mal ehrlich, was tun denn ältere Leute schon lieber, als in ihren schönen Erinnerungen zu schwelgen? Ich habe viele ältere Menschen mit einem Strahlen im Gesicht von ihren großartigen Lebensmomenten schwärmen hören; aber keiner hat mir mit demselben Lächeln erzählt, wie viel bei Eintritt des Rentenalters auf dem Konto war. Inhaltlich habe ich es gehört, ja, mehr als einmal. Aber eben nie mit diesem süßen Lächeln, mehr einer Art bitter bezahltem Stolz. Auf den ich aber in dieser Form keinen gesteigerten Wert lege.

Denn in Wahrheit gibt es nichts zu erreichen. Es gibt nur zu erleben. Jetzt.

~Silvia Maria Engl

Silvia Maria Engl

Silvia Maria Engl

Intuitions- & Life Coach / Autorin / Seelentexte at Silvia Maria Engl
Einfach Lebensfreude!

Das ist das Motto, nach dem ich mein eigenes Leben gestalte. Und ich liebe es, andere Menschen dabei zu unterstützen, genau das zu erfahren - einfach (!) Lebensfreude zu spüren und zu erLEBEN. Mein Weg hat mir dabei sehr geholfen. Nicht, weil immer alles einfach gewesen wäre. Sondern gerade weil die Herausforderungen und Hürden mir gezeigt haben, wie man von "schwierig" zu "einfach" kommen kann. Das gebe ich nun mit Begeisterung weiter.
Viel (Lebens)Freude mit meinen Texten!  :-)

Gerne schreibe ich auch für Sie oder einen lieben Menschen einen ganz persönlichen Seelentext. Einmalig, individuell, von Herzen! Mehr dazu auf meiner Webseite.

Wenn Sie gerne mehr Lebensfreude und Herzensbildung in die Schulen oder Ihr Unternehmen bringen möchten, fragen Sie bei mir doch mal an bzgl. Workshops, Vorträgen u.m.

Mehr zu mir kann man hier nachlesen:

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Silvia Maria Engl
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Kommentare
2 Antworten auf “Altersvorsorge mal anders”
  1. Thomas sagt:

    Leider nehmen viele Menschen das Thema Altersvorsorge nicht ernst genug. Hier sollte man sich schon in jungen Jahren um eine Vorsorge bemühren, denn die gesetzliche Rente reicht heute bei weitem nicht mehr aus und viele Menschen geraten immer mehr in die Altersarmut. Das sollte jeder versuchen zu verhindern.

  2. Gudrun sagt:

    Altersvorsorge einmal anders sollte heißen altersvorsorge von morgen. deutschland ist das land der altersvorsorge. sieht man wenn man sich unsere mentalität anschaut. junge leute in den 20ern machen sich gedanken darüber was sie mit 60 machen, kein wunder wenn man seinen focus auf das legen muss aber so is es nunmal. mein tip um dem zu entfliehen ist es sich davon unabhängig zu machen und sein geld in immobilien investieren.

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